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15 Mai 2014

Bayerns Metzger bezahlen die Zeche!

Mittelstands-Union und Metzger-Innungen machen gegen Pläne des Wirtschaftsministeriums mobil.
Bayerns Obermeister setzten sich gegen die Bevorzugung der Großindustrie und Benachteiligung des Mittelstandes zur Werhr.
"Die Gefahr besteht, dass durch neue gesetzliche Regelungen die handwerklich gute Ware belastet und im Gegenzug die große Fleischindustrie entlastet wird," so Hans Brennsteiner (auf dem Bild links, mit dem Obermeister der Innung Dingolfing). Der Kreisvorsitzende der Mittelstands-Union, eine CSU-Arbeitsgemeinschaft, zieht mit dem Vertreter der Metzger-Innungen an einem Strang.

Für Spannung beim MetzgerHandwerk sorgt die Strompolitik der Bundesregierung. In einer Pressemitteilung des Fleischerverbandes Bayern wird darauf hingewiesen, dass Wirtschaftsminister Phillip Rösler die energieintensiven Unternehmen bis zum Jahr 2022 von der Ökosteuer ausnehmen will. Tatsächlich sei die energieintensive Industrie nicht nur von der Ökosteuer befreit, sondern zahle auch keine EEG-Umlage und keine Netzentgelte.

"Wir befürchten, dass die Fleischindustrie entlastet und der örtliche, mittelständische Metzger weiter durch staatliche Abgaben belastet wird." Die Wettbewerbssituation werde dann noch schwieriger. Denn auch die mittelständischen Metzgereien hätten durch den Einsatz von Maschinen und durch die Kühlräume einen großen Energiebedarf. Ferner würden die Betriebe bestraft, die bereits nachhaltig produzierten. Denn die Metzgereien würden ihre Rohmaterialien im Gegensatz zur Industrie aus der Region beziehen und vor Ort verkaufen.

Dies hebt auch der der Landesinnungsmeister des Fleischverbandes Bayern, Georg Schlagbauer, hervor. "Die Ökosteuer hat eine Lenkungswirkung und soll in erster Linie der Natur nützen und nicht der Industrie." Im Endeffekt, so der Landesinnungsmeister, finanziere der kleine Innungsmetzger mit seinem steigenden Beitrag die sinkenden Wurstpreise der industriellen Massenproduktion in den Discountern. "Metzger zahlen die Billig-Wurst im Discounter".

Statt Entlastung der Großbetriebe, fordert das bayerische Metzgerhandwerk Entlastungsmöglichkeiten für Unternehmen stärker auf mittelständische Energieverbraucher zuzuschneiden. So sollte für energieintensive Betriebe die Entlastung bei der EEG-Umlage bereits bei 0,1 Gigawattstunden (GWh) beginnen.